UV Lampen / UVC Lampen – und was sie können
Unter ultraviolettem Licht versteht man die, für das menschliche Auge nicht sichtbare, elektromagnetische Strahlung im Bereich der Wellenlängen von 1 nm bis 380 nm. Der Physiker Johann Wilhelm Ritter entdeckte im Jahre 1801 die de-oxidierende Wirkung der UV-Strahlung. Früher kam Ultraviolettstrahlung nur im Sonnenlicht vor. Dank moderner Technik kann das wertvolle Licht mittlerweile auch künstlich erzeugt werden.
UV-Licht kommt heutzutage in breitem Spektrum den unterschiedlichsten Einsatzgebieten zu Gute. Vor allem in der Industrie werden die Eigenschaften der UV-Strahlung verschiedenste Weisen genutzt: Bei der Fotolithografie, bei Lichthärtungsgeräten zum Härten von Lacken oder anderen Materialien, als Laser und in der Diodenlasertechnik oder auch zur Wasserdesinfektion in der Wasserwirtschaft. Des Weiteren werden UV-Lampen in der Medizin verwendet, sowie in Solarien. Außerdem dient das Licht zur Prüfung von Briefmarken, Geldscheinen, Telefonwertkarten, Dokumenten und Ausweisen. Ein weiterer Bereich, in dem UV-Lampen genutzt werden, sind Discotheken mit UV-Schwarzlicht oder auch Nagelstudios, die UV-Lichthärtungsgeräte verwenden. Aber auch in der Tierwelt kommen UV-Lampen vor, denn das wohltuende Licht ist in Terrarien von sonnenliebenden Reptilien schon lange bewährt.
Bei der Teichreinigung haben sich vor allem UVC-Lampen durchgesetzt. Das Licht der speziell beschichteten UV-Lampe hat eine stark algenvernichtende Wirkung und wird daher zusammen mit Filteranlagen zur Teich- und Aquarienreinigung genutzt. Aber auch in Schwimmbecken werden UVC-Lampen eingebaut, um die schnelle Entstehung von Schwebeteilchen und Algen zu verhindern. Der bisherige Chloreinsatz kann deutlich verringert werden, da das UVC-Licht ebenso zuverlässig reinigt. Allerdings ist zu beachten, dass UVC-Lampen mindestens einmal im Jahr gewechselt werden müssen, da die meisten Hersteller 7000-8000 Brennstunden angeben.
|